Verwandte Suchbegriffe bei Google
2. Juni 2007 – 10:13Seit einer Woche werden bei Google.de unterhalb der Suchergebnisse Boxen mit verwandten Suchbegriffen eingefügt. Erstmals wohl in diesem SEO-Forum entdeckt und bislang lediglich von Mark in den Blogs aufgegriffen. Er sieht vor allem einen Nachteil für die Serps ab Platz 11, da natürlich eine speziellere Suchphrase vom Blättern in den Serps abhalten könnte. In meinen Augen deutet dieses Feature aber noch auf einen weiteren Aspekt hin. Google arbeitet immer mehr daran, den Suchenden zu professionalisieren. Ziel ist es, den User immer mehr zu qualifizierten Suchanfragen zu bewegen. Einerseits werden mit Hilfe des sog. Vertical Creeps auf spezielle Suchdienste (wie Google Maps oder die Bildersuche) hingewiesen, so dass der User förmlich mit der Nase auf die richtige Suchtechnik gestoßen wird. Durch die neuen verwandten Suchbegriffe soll der User erzogen werden, speziellere Suchphrasen – insbesondere Wortkombinationen einzugeben.
Was bedeutet das für das SEO? Der zu erwartende Traffic bei zu allgemeinen Ein-Wort-Begriffen wird ab Platz 11 noch weiter sinken, da die Suchenden neben den Adwords-Anzeigen und den Top 10 nun eine weitere Möglichkeit haben, sich das Blättern durch die “billigen Plätze” zu ersparen. SEO-Agenturen und Berater, die auch für die Ranking-Plätze 11-20 Geld verlangen, sollten fairerweise ihr Pricing hinsichtlich dieser Serps überdenken. Des Weiteren können die verwandten Suchbegriffe auch bei der Keyword-Analyse behilflich sein, da man auf diese Weise auf weitere Kombinationen zum Suchbegriff aufmerksam gemacht wird.
Und ist dies nun ein innovatives Tool, auf das die Menschheit gewartet hat? Nicht wirklich. Wenn man mal die Google-Atmosphäre verlässt und über den Tellerand schaut, wird man sich an das Portal Web.de erinnern und dessen SmartSearcher-Technologie. Das gleiche Feature in gelb-blau – und das schon seit Jahren.
Leider hat Web.de in den vergangenen Monaten auch ihre eigene Suchmaschinenstrategie überdacht und die eigene Search Engine, durch Google-Ergebnisse ersetzt. Schade, eigentlich – und das nicht nur weil ich dort mit diversen Projekten auf #1 stand.
Sondern auch weil damit die Marktstellung von Google im deutschsprachigen Raum um ein weiteres Prozentpünktchen gewachsen sein dürfte. Google hat nun zusammen mit den Portalen AOL, T-Online, Freenet und Web.de einen Marktanteil von 92,3 Prozent (laut aktueller WebHits-Zahlen). Die Luft für die beiden Konkurrenten Yahoo! und MSN wird daher immer dünner.
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Tags: google, keywords, semantische suche